Peer-Beratung

Emailberatung für Menschen mit Dissoziativer Identitätsstruktur /-störung (DIS, DSNNS) und Angehörige (Partner*innen, Freund*innen, privat Begleitende):

Meine/Unsere Idee zur Unterstützung im Peer-to-Peer-Kontext ist, im gleichwertigen, nicht hierarchisch strukturierten Kontakt das Gegenüber dabei zu begleiten, sich selbst besser kennenzulernen, sich selbst zu erfahren, eigene Quellen der Kreativität zu erschließen und eigene Gefühle, Wünsche, Bedürfnisse wahrzunehmen.

Ich/Wir empfinde(n) mich/uns nicht als „Rat-geber*innen“. Es geht vielmehr darum, mein/unser Gegenüber auf dem Weg zur eigenen „Lösung“ zu unterstützen und zu stärken.

Mein/Unser Gegenüber trägt die Verantwortung für sich und sein Leben und dafür, die Peer-Beratung/-Begleitung für sich sinnvoll zu nutzen. Ich/Wir benenne(n) die Rahmenbedingungen und Grenzen, bringe(n) mich/uns menschlich und aus meinen/unseren Erfahrungen heraus ein- aber den Prozess selbst steuert und bestimmt unser Gegenüber.

Ich/Wir erkenne(n) die Erfahrungen, Gedanken, Entscheidungen des Gegenübers an. Meine/Unsere Grenzen der Akzeptanz liegen dort, wo Gewalt ausgeübt oder verherrlicht wird. Täterloyales oder täterimmitierendes Verhalten oder Kommunizieren spiegel(n) ich/wir als solches zurück und erwarte(n) eine respektvolle Sprache mir/uns gegenüber.

Für mich/uns besonders wertvolle Effekte des Peer-to-Peer-Konzeptes sind z.B. die Stärkung der Selbstwahrnehmung und des Selbstwertgefühls, die Entwicklung von Haltungen zu bestimmten Themen, das Ernstnehmen eigener Wünsche und Ideen, die Wertschätzung der eigenen Persönlichkeit(en) und inneren Strukturen/Dynamiken, Aufbau und Stärkung von tragfähigen Verbindungen nach innen und außen, Entwicklung von mehr Unabhängigkeit, u.a.

Rahmenbedingungen:

Wir* (Paula und andere Innenpersonen im Kontext der Dissoziativen Identitätsstruktur) sind als Peer-und Angehörigen-Berater*innen an die Beratungsstelle „Frauen helfen Frauen Stormarn e.V.“ angebunden, d.h., dass wir dort unsere Arbeit mit Mitarbeiterinnen inhaltlich reflektieren und überprüfen. Außerhalb der Beratungsstelle gilt für uns die gesetzliche Schweigepflicht.

Du/Ihr hast/habt das Recht, im Kontakt anonym zu bleiben.

Wir lesen und beantworten Emails von montags bis freitags und bieten keine 24-Stunden-Erreichbarkeit an. Den Zeitrahmen der Emailberatung besprechen wir miteinander. Spätestens nach 2 Monaten konstanter Peer-Beratung findet jedoch eine Kontaktpause von einem Monat statt. Danach ist es möglich, wieder anzuknüpfen und Weiteres zu vereinbaren.

Grundsätzlich gilt für die Kommunikation im Internet: Emails sind kein sicheres Kommunikationsmittel. Sie werden durch „Frauen helfen Frauen Stormarn e.V.“ nicht verschlüsselt.

Grenzen:

Die Verantwortung für Dich/Euch und Dein/Euer Leben liegt bei Dir/Euch.

Bei konkreten Suizidankündigungen sind wir jedoch verpflichtet, den Rettungsdienst/ die Polizei darüber zu informieren und Deine/Eure Emailadresse dorthin weiterzuleiten. Ebenso müssen wir verfahren, wenn Du/Ihr uns konkrete Inhalte über eine aktuelle oder zukünftig geplante Lebensgefährdung anderer Menschen mitteilst/mitteilt.

Finden Bedrohungen durch Dich/Euch oder andere mit Dir/Euch im Zusammenhang stehende Personen gegen uns statt, beenden wir unseren Emailkontakt und behalten uns vor, die Bedrohungen zur Anzeige zu bringen.

Wir bitten darum, von detaillierten Gewaltschilderungen in Emails abzusehen.

Wir bieten keine Ausstiegsbegleitung (aus organisierten Gruppierungen) an.

Viele Grüße,

Paula u.a.

peer-beratung (At-Zeichen) fhf-stormarn. de (ohne Leerzeichen)

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